Fundraising ist keine Bettelei: Das sollte sich vorab jede Person, die ins Fundraising einsteigt oder dazu aufgefordert wird, im Fundraisingteam mitzuwirken, bewusst machen. Prüfen Sie Ihre Einstellung. Sie bitten nicht, Sie bieten etwas. Ihr Verein, Ihre Stiftung, Ihre Organisation oder Ihr Netzwerk leisten einen wichtigen Beitrag für das Gemeinwesen. Das sollten Sie immer wieder denken. Das ist immens wichtig.
Daher sollten Sie beim Einstieg ins Fundraising bei sich selbst beginnen, die Ziele im Auge behalten, gut planen und auch versuchen die Förderer, Spender oder Stifter, so gut wie möglich, kennenzulernen.


1.    Formulieren Sie Ihren Spendenzweck

Ganz zu Beginn ist es wichtig herauszufinden und zu klären, wie der spezielle Spendenzweck für den Start ins Fundraising lautet: Haben Sie eine gute Geschichte zu erzählen? Was wollen Sie erreichen?
Das können ganz unterschiedliche Zwecke sein: Beispielsweise reine Geldspenden? Oder Sachspenden? Zustiftungen oder neue Förderkreise? Klären Sie vorab, ob der Spendenzweck zur Satzung passt? Und formulieren Sie dann so präzise wie möglich, wie ein Förderer oder Spender helfen kann? Was sein Beitrag bewirkt. Dann haben Sie schon gute Arbeit geleistet.


2.    Schauen Sie zunächst auf sich selbst

Es ist wichtig, dass Sie Ihre Organisation, Ihren Verein oder Ihre Stiftung kennen. Dass jede Person im Team weiß, wie Ihre Arbeit wirkt, in welchem Umfeld Sie sich bewegen und eben alle mit an Bord sind. Dann können Sie dies auch anderen nahe bringen. Um Fragen nach einem Leitbild oder der möglichen Ausrichtung zu klären, könnten Sie eine SWOT-Analyse machen. Hier analysieren Sie Ihre Stärken und Schwächen und finden heraus, wo Chancen oder vielleicht verborgene Risiken stecken könnten. Und schlussendlich werden Sie sich darüber klar, welchen Bedarf Sie wirklich haben.

3.    Planen Sie vorausschauend und halten Sie Ihre Ziele fest

Eine solide Planung gibt langfristige Sicherheit für das Spendenprojekt. Bedenken Sie dabei, dass Sie die angestrebten Ziele vorab festlegen und auch den Fortgang im Auge behalten. Formulieren Sie die Ziele leicht verständlich und nachvollziehbar.
Kommunizieren Sie die erreichten Erfolge beispielsweise mit einem Spendenbarometer oder in Ihrem Newsletter. Zur guten Planung gehört auch, dass Sie die anstehenden Aufgaben klar verteilen und auf die Stärken der Mitglieder im Team achten. Holen Sie dabei alle Menschen in der Organisation, der Stiftung oder dem Verein mit ins Boot.
Denn Fundraising ist Teamwork!

4.    Wecken Sie positive Emotionen

Was löst eine Spende aus? Wie kann ein Mensch dazu bewegt werden, eine Spende zu geben? Der Schlüssel im Fundraising sind Emotionen. Denn Emotionen schaffen Verbundenheit, vielleicht persönliche Betroffenheit. Wenn Sie es schaffen, Menschen anzurühren, können Sie sie vielleicht zu Spenden bewegen. Aber Achtung: Achten Sie darauf, keine Personen bloßzustellen oder vorzuführen. Sie sollten auch nicht auf die Tränendrüse drücken oder jedwede Klischees ausnutzen.

5.    Drücken Sie sich klar und einfach aus

„Keep it short and simple“ – das trifft den Nagel auf den Kopf. Versuchen Sie, Ihr Vorhaben mit den Augen eines Fremden zu sehen: Kann man die Sachverhalte schnell erfassen? Sind die Aussagen auf den Punkt gebracht? Sind die Erklärungen schlüssig? Kommt der Kern des Anliegens klar zum Ausdruck?

6.    Sorgen Sie für Transparenz in der Kommunikation

Transparenz ist ein nicht zu unterschätzendes Thema, das immer wichtiger wird. Durch das Internet ist (fast) jede Information oder Kennzahl schnell greifbar. Organisationen können leicht recherchiert werden und die Aussagen und Anliegen sind relativ gut vergleichbar.
Daher schafft Transparenz Vertrauen. Kommunizieren Sie offen und legen so gut wie möglich und nötig Ihre Zahlen dar. Reden Sie nicht um den heißen Brei und überlegen Sie, welche Berichte Sie auf die Homepage stellen wollen.

7.    Kommen Sie ins Tun

Fangen Sie an! Klingt simpel, ist aber immens wichtig. Versuchen Sie, die Aktion nicht zu überplanen, sondern legen Sie los, selbst wenn noch nicht alles zu 100% fertig vorbereitet ist. Oftmals genügen bereits 80% für einen soliden Start. Dann haben Sie einen Anfang und können bereits im Tun lernen. Gewinnen Sie Unterstützer und machen Sie Werbung für Ihre gute Sache. Versuchen Sie „in aller Munde“ zu sein. Und vergessen Sie nicht, zeitnah und so persönlich wie möglich, DANKE zu sagen!