kleines

Fundraising-Lexikon

 

Hier finden Sie ein kleine Fundraising – Lexikon, das Ihnen hoffentlich offene Fragen rund um das Thema Fundraising und CSR beantwortet.

Falls Sie Fragen haben, die im Fundraising – Lexikon nicht auftauchen, melden Sie sich gerne bei mir.

C

CSR – Corporate Social Responsibility

Corporate Social Responsibility, abgekürzt CSR, steht für die gesellschaftliche Verantwortung eines Unternehmens oder die Sozialverantwortung eines Unternehmens intern wie auch extern. Im Zentrum steht dabei Unternehmensethik. Eine eindeutige Definition gibt es allerdings nicht, da sich die Bewertung je nach Perspektive verändert.

CSR ist allerdings immens wichtig: Für die Wirtschaft, das Gemeinwohl, das Miteinander. Denn CSR stellt einen freiwilligen Beitrag der Wirtschaft in Richtung Nachhaltigkeit dar.

Inbegriffen sind dabei soziales Verhalten, ökologische Punkte, Engagement, aber auch die Beziehung zu den eigenen Mitarbeitern, Zulieferern und sämtlichen Beziehungen im Geschäftsleben.

Und dies sollte man als Invest in den langfristigen Erfolg des Unternehmens werten. Hinzukommt, dass sich der Begriff und die Bedeutung von CSR immer mehr verbreiten und Kunden beim Kauf von Produkten darauf achten, ob soziales Engagement gelebt wird, wie die Umweltbilanz aussieht und vielleicht sogar, welche Fahrzeuge für den Flottenverband angeschafft wurden und gefahren werden. Auch im Hinblick auf den Fachkräftemangel ist CSR ein nicht zu unterschätzender Faktor, denn auch potenzielle neue Mitarbeiter achten auf die Einhaltung von Sozialstandards, schauen sich eine Umweltbilanz an und bewerten die Attraktivität eines potenziellen Arbeitgebers nach neuen Kriterien.

Man kann CSR kurz umschreiben mit: „Tue Gutes und rede darüber!“

Ausführlichere Informationen finden Sie im Gabler Wirtschaftslexikon.

F

Fundraising

Obwohl ziemlich eingedeutscht, kommt der Begriff eigentlich aus dem Englischen und bedeutet wortwörtlich die Beschaffung von Kapital. Er setzt sich zusammen aus „Fund“, was so viel bedeutet wie „Kapital“ und „raising“, was mit beschaffen übersetzt werden kann.

Es ist aber viel mehr als reine Kapitalbeschaffung und bedeutet eher Kapital- und Mittelbeschaffung. Gemeint sind sämtliche Aktivitäten einer gemeinnützigen Organisation, um mit möglichst geringen Kosten benötigte Ressourcen zu beschaffen. Kapital, aber beispielsweise auch Dienstleistungen, Sachleistungen oder die Überlassung von Räumlichkeiten oder freie Werbemöglichkeiten.

Dr. Marita Haibach definiert den Begriff Fundraising in ihrem Grundlagenwerk „Fundraising“:

Fundraising ist die systematische Analyse, Planung, Durchführung und Kontrolle sämtlicher Aktivitäten einer steuerbegünstigten Organisation, welche darauf abzielen, alle benötigten Ressourcen (Geld-, Sach- und Dienstleistungen) durch eine konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen der Ressourcenbereitsteller (Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, öffentliche Institutionen) zu möglichst geringen Kosten zu beschaffen.“ 

Ganz ausführlich zu finden auf Wikipedia.

N

NGO, NRO und NPO

NPO – Non-Profit-Organization (deutsch: nicht-gewinnorientierte Organisation) und NGO – Non Governmental Organization (deutsch: Nichtregierungsorganisation oder nichtstaatliche Organisation): Beide sind gemeinnützig und sozial orientiert. NRO steht ganz allgemein für Nichtregierungsorganisation.

Doch wie unterscheiden sie sich?

Eine NGO agiert in politischen Angelegenheiten und ist privat organisiert. So hat die Zivilgesellschaft die Möglichkeit, an Politik teilzuhaben. Eine NGO ist aber kein Teil der Regierung oder von Parteien. Sie ist auch kein Gremium oder eine Lobby.

Formen der NGO: Eingetragener Verein, Stiftung oder Initiative.

Eine NPO ist nicht profitorientiert, es werden keine Gewinne an den Vorstand oder Mitglieder bezahlt. Mit Einnahmen werden die Kosten gedeckt und der Großteil geht in Projekte. Formen der NPO: Vereine, Verbände, Kirchen, Wohlfahrtsorganisationen, Clubs oder Stiftungen.

Die Unterschiede:

·         Eine NGO will die Welt verbessern, eine NPO bietet eher Dienstleistungen an.

·         Eine NGO vertritt politische und soziale Themen wie beispielsweise Themen der Entwicklungszusammenarbeit, Menschenrechte oder Wohlfahrtsbelange.

·         Eine NPO erwirtschaftet eigene Mittel und finanziert sich aus diesen, während eine NGO Einnahmen aus Spenden oder Mitgliedsbeiträgen generiert.

·         Eine NGO ist eher international ausgerichtet, während eine NPO eher national agiert.

Ausführlichere Informationen zur NGO auch bei Wikipedia

Link zu NPO bei Wikipedia

S

Spende

Eine Spende ist eine freiwillige Gabe, die ohne Gegenleistung erbracht wird. Beim Spendensammeln im Fundraising können folgende Spendenarten unterschieden werden:
Geldspende – das ist eine einzelne Spende einer Privatperson
Freie ungebundene Spende – der Gegenwert dieser Spende darf frei in der Organisation eingesetzt und für alle Projekte verwendet werden.
Zweckgebundene Spende – hier ist die Organisation verpflichtet, die Spende genau in das beworbene und im Spendenzweck genannte Projekt einfließen zu lassen.
Dauerspende – eine wiederkehrende Spende einer Privatperson, meist mit Abbuchungsauftrag oder Dauerüberweisung.
Firmenspende – eine einzelne Spende eines Unternehmens ohne Gegenleistung der Organisation. Bei einer Gegenleistung handelt es sich um Sponsoring.
Sachspende – Spenden in Form von Gegenständen wie beispielsweise Hardware, Fahrzeuge, Immobilien oder auch Bücher)
Zeitspende – das sind unentgeltliche Leistungen von zumeist Ehrenamtlichen oder Freiwilligen.

Diese Spendenarten können generell auch miteinander verknüpft werden. Menschen können sich finanziell an einem Projekt beteiligen und parallel Arbeitsstunden einbringen. Denn viele Spender engagieren sich materiell und immateriell, wenn Sie von einer Organisation, einem Projekt oder Thema überzeugt sind.

Sustainable Development Goals, kurz SDGs

Darunter versteht man die 17 globalen Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene. Als Synonym für den englischen Begriff kann man auch „Ziele für nachhaltige Entwicklung“ oder „globale Nachhaltigkeitsagenda 2030“ sagen.
Im September 2015 wurden sie als Nachfolger für die auslaufenden MDGs, die Millennium Development Goals verabschiedet und sollten dazu dienen, die grundlegenden Lebensbedingungen von zahlreichen Menschen weltweit zu verbessern, vor allem bei denjenigen, die unter extremer Armut leiden. Darüber hinaus sollen die Menschenrechte, die Gleichstellung der Geschlechter und die Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen gestärkt werden.
Verkürzt kann man die Ziele wie folgt darstellen (man spricht im Englischen von den fünf Ps):
PEOPLE
Menschen sollen keinen Hunger mehr erleiden, in Würde leben. In einer gesunden Umwelt soll sich jeder entfalten und seine Möglichkeiten und Chancen wahrnehmen können.
PLANET
Unsere Erde soll bestmöglich geschützt werden und die natürlichen Ressourcen sollen nachhaltig bewirtschaftet werden. Ebenso sollen Produktion und Konsum nachhaltig sein und der Klimawandel soll bekämpft beziehungsweise abgewehrt werden.
PROSPERITY
Für alle Menschen soll ein Leben in Wohlstand möglich sein. Wohlstand durch technologischen, sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt in Einklang mit der Natur.
PEACE
Für eine friedliche und gerechte Welt will sich die Weltgemeinschaft einsetzen.
PARTNERSHIP
Durch eine Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung sollen die Mittel zur Verwirklichung der Agenda generiert werden.

Mehr Informationen finden Sie auf der Seite der Bundesregierung

Ü

Überweisungsträger

Ist ein Überweisungsträger noch zeitgemäß?

In Zeiten von Onlinebanking, Bezahl-APPs und Onlinefundraising sollte man meinen, dass ein Zahlschein völlig veraltet ist. Ist er aber nicht.

Jeder, der ein solch orangefarbenes Teil sieht, weiß sofort, um was es geht: Es handelt sich um eine freundliche Aufforderung beziehungsweise Bitte um eine Spende. Daher machen Sie sich weiterhin die Mühe, dem Spendenbrief einen Überweisungsträger beizulegen oder diesen in Ihrem Vereinsheft mit abzudrucken.

Hinzukommt, dass die Altersgruppe 70+ die größten Spender sind. Und diese sind online meist nicht so häufig unterwegs und wenn doch, dann vielleicht eher am Surfen als im Banking.